Warum eine Attac-Kampagne zur Krankenhausfinanzierung im Wahljahr 2021 ?

Von Dagmar Paternoga und Arndt Dohmen
Das Gesundheitswesen als Daseinsvorsorge für alle Menschen, die in Deutschland leben, war schon 2002 Anlass für eine der ersten Attac-Kampagnen, denn schon damals war es bedroht durch den wachsenden Druck neoliberaler Lobby-Interessen, das Solidaritätsprinzip auszuhöhlen und sowohl national als auch international umzubauen zu einer Gesundheitswirtschaft, in der Wettbewerb und Gewinnstreben privater Leistungsanbieter und Krankenkassen als entscheidende Steuerungsinstrumente für diesen neuen kapitalistischen Markt fungieren sollen.

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Welchen Stellenwert haben neue Impfstoffe zur Bewältigung der Corona-Pandemie? Kritische Gedanken zu einer hektischen Debatte

Das SARS-Cov-2 Virus hat seit Januar die Welt im Griff. Spätestens seit der Ausrufung als Pandemie seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang März bestimmt die durch dieses Virus ausgelöste Erkrankung Covid-19 weltweit die politische Agenda, insbesondere durch Maßnahmen sozialer und wirtschaftlicher Einschränkungen (social Distancing, economic Shutdown).

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Covid-Kapitalismus, Soziale Reproduktion und Körper

von Christa Wichterich
Dieser Beitrag betrachtet die Corona Krise aus dem Blickwinkel sozialer Reproduktion. Dies geschieht nicht nur, weil die Pandemie wie keine Krise zuvor den Reproduktionsökonomie und Carearbeit sichtbar gemacht hat, sondern weil feministische politische Ökonomie und feministische politische Ökologie von der Logik von Reproduktion und Care her denken, was Konsequenzen für transformative Praktiken und Politiken hat (Biesecker/Wichterich/Winterfeld).

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Von der Wiege bis zur Bahre – fit für den Kapitalismus Der Zugriff der unsichtbaren Hand des Marktes auf die Bevölkerung

Ein Beitrag von Dr. Heike Knops Zusammenfassung: Die neoliberalen Veränderungen unserer Gesellschaft beeinflussen auch den medizinischen Sektor. Dies zeigt sich nicht nur darin, dass ganze Bevölkerungsschichten – wie etwa in Griechenland – keinen Zugang mehr zum Gesundheitssystem haben, dass die Kindersterblichkeit steigt und verschwunden Krankheiten wieder auftauchen. Dieser Einfluss tangiert auch die Debatten um Sterbehilfe und Sterbebegleitung.

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Joachim Hirsch/Oliver Brüchert/Maria Krampe u. a.: Sozialpolitik anders gedacht: Soziale Infrastruktur. Herausgegeben von der AG links-netz. VSA Verlag, Hamburg 2013

Herausgeberin und AutorInnen Der Band ist von der AG links-netz herausgegeben worden, einer Gruppe von Leuten aus dem Raum Frankfurt/Main, die linke Theorie und Politik im 21. Jahrhundert voranbringen möchten. Die Mitglieder sind zum Teil aus dem früheren sozialistischen Büro in Offenbach hervorgegangen und haben Kontakte zur Zeitschrift „Widersprüche”. 

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Bedroht die geplante transatlantische Freihandelszone unsere Gesundheit?

Von Harald Klimenta (Rat u. wiss. Beirat Attac, Attac-Kampagnengruppe gegen TTIP) und Arndt Dohmen (Ärztl. Leiter d. Gefäßzentrums Freiburg am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen) *** Den Beitrag findet man auch in dem umfangreichen ttip-E-Book unter Kritik-Freihandelsabkommen.de *** Nein, unsere Krankenkassen werden nicht abgeschafft werden, wenn wir mit den USA eine transatlantische Freihandelszone (TTIP) schaffen. Die Folgen des geplanten Handelsabkommens für unsere Gesundheit sind leider weniger augenfällig und kommen auf Samtpfoten daher, vor allem weil viele Entwicklungen durch die geplante Handelszone nur verstärkt würden.

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