Der Mensch ist (k)eine Ware – Eine Wanderausstellung geht durchs Land

von Horst Börner

Die Wanderausstellung ist jetzt über 2 1⁄2 Jahre erfolgreich in Deutschland unterwegs. Sie reiste von Nord nach Süd und Ost nach West quer durch unsere Republik. Von Stralsund bis Emden, von Hamburg bis Lindau fanden sich interessierte Initiativen, Gruppen oder Kommunen, die die Ausstellung „Der Mensch ist (k)eine Ware“ den Bürger*innen präsentierten.

So wie die Orte, in denen die Ausstellung zu sehen war, unterschieden sich auch Motivationen und Anlässe. Diente beispielsweise einigen die Ausstellung, um Tagungen oder Seminare zu begleiten, so integrierten Lehrer*innen die Ausstellung in ihre Lehrpläne. Andere wiederum wollten in ihrer Stadt das Interesse bei Passant*innen für die politischen Themen wecken. Einig waren sich alle Veranstalter*innen in dem Ziel, dass sich einiges in Gesellschaft und Politik im Interesse der Menschen ändern muss.

Was kann mit der Ausstellung erreicht werden? Die Ausstellung beschreibt sehr anschaulich, wie sich der Neoliberalismus auf die Gesellschaft und verschiedenste Arbeits- und Lebensbereiche – vor allem im Sozial- und Gesundheitswesen – auswirkt. Wenn alles vorrangig nach ökonomischem Nutzen bewertet wird, gerät der Mensch ins Hintertreffen. Diese Entwicklung wird auf 12 Bildtafeln und in den dazugehörigen Texten offenbar. Rückmeldungen von Besucher*innen bestätigen, dass die Schilderungen sehr nah an der erlebten Realität sind. Insofern ist die Ausstellung „Der Mensch ist (k)eine Ware“ gut geeignet, zum kritischen Nachdenken und Diskutieren über die erlebte Wirklichkeit anzuregen.

Wo genau die Ausstellung in den vergangenen beiden Jahren zu sehen war, können Sie auf unserer Homepage www.der-mensch-ist-keine-ware-wanderausstellung.de unter der Rubrik die Ausstellung/Impressionen nachlesen. Auch Informationen darüber, wieviel und welche Tafeln dazugehören, wie man die Ausstellung ausleihen kann und wer sie entwickelt hat, können Sie dort entnehmen. Ebenso erfahren Sie, wo die Ausstellung aktuell zu sehen ist und welche Termine in der Zukunft noch buchbar sind.

Wenn die Ausstellung verschickt wird, liegt ihr ein Gästebuch bei, das den Besucher*innen für Eintragungen zur Verfügung gestellt wird. Diese Rückmeldungen sind ein Spiegel dessen, wie Themen und Machart der Ausstellung ankommen und was durch sie angeregt werden kann.

Hier einige Auszüge:

– „Vielen Dank für die interessante Ausstellung – gute Texte, tolle Grafiken.“

– „Sehr interessante Ausstellung und tatsächlich wäre ein Heftchen zum Durchblättern und Nachschlagen sehr nützlich. Auch die Sprechblasen-Texte sind gut getroffen.“

– „Tolle Ausstellung! Entspricht voll und ganz der heutigen Realität.“

– „Vielen Dank für diese Ausstellung, in der durch bildhafte Weise und mit prägnanten Sätzen zum Nachdenken angeregt wird. Ich habe mich so verstanden gefühlt.“

– „Ich werde Werbung machen, damit viele diese Inputs lesen und damit konfrontiert  werden.“

– „Gilt auch für die Schweiz! Auch wir brauchen eine neue menschliche Politik.“

– „Vielfach selbst erlebt! Eine größer werdende Gruppe wäre so gut. Ab heute will ich mich engagieren.“

– „Wir müssten unbedingt – so bald wie möglich – zurückkehren in eine gerechte und soziale Politik, die den Menschen (Bürgern) dient und nicht der Wirtschaft (Kapital).“

– „Mir hat die Ausstellung gut gefallen – Perspektiven gegen die Zustände könnten ein nächstes Projekt sein!“

– „Informationen sind eine unabdingbare Voraussetzung für Veränderungen, aber allein bei weitem nicht ausreichend!“

Nach unserer Einschätzung liegt die Stärke der Ausstellung in der Analyse der bisherigen gesellschaftlichen Entwicklung. Das bestätigen viele Aussagen im Gästebuch. Ausbaufähig ist sie im Hinblick auf Ideen und Hinweise, wie wir an entscheidenden Stellen effektiven Widerstand gegen die beschriebenen Entwicklungen leisten können.

Hier nehmen wir gerne ernst gemeinte Ratschläge auf. Wir würden dann im Hinblick auf Alternativen zur neoliberalen Ideologie ggf. die Ausstellung durch eine Tafel erweitern, die den Besucher*innen Anregungen gibt, unsere Gesellschaft wieder sozialer und menschlicher zu gestalten. Die beschriebenen Probleme zwingen uns ja längst zu solidarischem Handeln.

Wir freuen uns, wenn Sie sich für die Ausstellung interessieren, sie zeigen wollen und nehmen gerne Ihre Anregungen auf, die Ausstellung weiter zu entwickeln.

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