Brauchen wir eine Leitkultur?

Einleitung Aus Anlass des Zuzuges einer großen Zahl von Flüchtlingen im Jahre 2015 ist die schon vor 15 Jahren geführte Diskussion um eine Leitkultur oder ein Leitbild neu entfacht worden. Hier wird die Auffassung vertreten, dass nicht primär Flüchtlinge, sondern vielmehr die deutsche Bevölkerung Adressat der Vermittlung von Werten wie Freiheit und Menschenrechten sein sollte, weil Ausschreitungen gegenüber Flüchtlingen und hohe Zustimmung gegenüber fremdenfeindlichen Parolen zeigen, dass auf diesem Gebiet erhebliche Defizite bestehen. Nach einer Analyse historischer Hintergründe und der Darstellung unterschiedlicher aktueller Ansätze werden abschließend Handlungsmöglichkeiten zur Erreichung einer demokratischen und toleranten Kultur aufgezeigt.

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Die Megamaschine

Zur strukturellen Militanz kapitalistisch geformter Technik
von Wolfgang Neef
Reduktionismus durch Ausgrenzen des Lebendigen

Das folgende Zitat ist nicht dem Wörterbuch des Unmenschen, sondern einem Buch des US-Ingenieurs Robert Boguslaw von 1965 entnommen, das die Philosophie des Entwurfs von technischen Systemen im Zusammenhang mit dem sozialen Wandel behandelt …

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Spanien nach den Wahlen

Wie weiter Podemos und Soziale Bewegungen?

Mit dem Wahlerfolg und der Regierungsbildung von Syriza in Griechenland zu Beginn des Jahres 2015 verbanden viele die Hoffnung auf eine sozial gerechtere Alternative zur tödlichen Austeritätspolitk der EU. Als Podemos in Spanien noch im Februar bei Umfragen bis zu 27 % der Stimmen erhielt, entstand die Erwartung, dass sie bei den Parlamentswahlen Ende 2015 zur stärksten Kraft werden könnten und sich damit in einem zweiten Land auf Regierungsebene der Widerstand gegen die Politik der EU und den Einfluss Deutschlands, entwickeln würde.

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Zuwanderung in die Sozialsysteme oder der Neoliberalismus schafft die Voraussetzung einer autoritären Wende – zum Problem einer linken Europapolitik

Die bayerische CSU-Regierung hat am 13.1.2014 ein „Positionspapier zur Zuwanderung in soziale Sicherungssysteme“ verabschiedet, das eine neue Debatte über europäische Freizügigkeit und deutsche Ressentiments ausgelöst hat. In dem Papier heißt es: „Freizügigkeit darf nicht als Wahlfreiheit in Bezug auf die besten Sozialleistungssysteme missverstanden werden. Da die Zahl der Bezieher von Sozialleistungen mit Herkunft aus den osteuropäischen Mitgliedstaaten neuerdings stark steigt, besteht Handlungsbedarf.

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